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Labyrinthfische

 
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Michaela203
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BeitragVerfasst am: So 31 Jul, 2011 09:31    Titel: Labyrinthfische

Die Labyrinthfische nehmen mit dem Maul Luft durch die Wasseroberfläche auf. Mit Hilfe eines einem Labyrinth ähnlich sehenden Organs können sie den notwenidgen Sauerstoff gewinnen, was sie in ihren oftmals sauerstoffarmen Heimatgewässern unabhängig von der Kiemenatmung macht. So sind sie sogar ohne diese zusätzliche Atmung nicht mehr überlebnesfähig und ersticken, wenn man ihnen keinen Zugang zur Wasseroberfläche ermöglicht. Daher ist auch beim Transport der Fische eine besondere Vorsicht geboten. Einerseits muss auf jeden Fall ausreichend Luft in der Tüte enthalten sein und andererseits darf niemals reiner Sauerstoff eingefüllt werden, wie das bei manchen Händlern der Fall ist. Der Sauerstoff würde das empfindliche Labyrinth so sehr schädigen, dass die Fische daran verenden.

Bezüglich ihrer Ansprüche an die Aquarienhaltung lassen sich nur schwer allgemeingültige Aussagen treffen, dazu ist die große Gruppe der Labyrinthfische zu vielgestaltig. Die meisten der kleineren Arten lassen sich aber in 60 oder 80 Zentimerter langen Aquarien ohne weiteres pflegen. Da Labyrinthfische untereinander - und während der Brutpflege auch zu vergesellschafteten Arten - einen sehr groben Umgang zeigen, sollte die Aquarieneinrichtugn unbedingt Rückzugsmöglichkeiten für unterlegene Tiere bieten. Die Wasserwerte sind zumindest für die ostasiatischen Labyrinthfische wenig von Belang, bei den Temperaturen richtet man sich am besten nach denen der verschiedenen Herkunftsgebiete. Einfach ist ihre Ernährung, da die hier vorgestellten Arten Lebend-, Frost- und Trockenfutter gleichermaßen annehmen.

Labyrinthfische haben sehr weit entwickelte Fortpflanzungsstrategien, um ihrem Nachwuchs die besten Überlebenschancen zu sichern. Neben dem Maulbrüten, das aber nur einige recht schwierig zu pflegende Kampffische praktizieren, ist es vor allem der Schaumnestbau, der diese Fische für uns so faszinierend macht: Dabei spucken die Männchen sekretumhüllte Luftbläschen zu kunstvoll aufgeschichteten Haufen an der Wasseroberfläche, die von Art zu Art unterschiedlich gestaltet sind. Um ihren meisterhaften Schaumnestbau nicht unmöglich zu machen, sollte man daher eine merkliche Wasserströmung im Aquarium vermeiden. Nach der Paarung schweben die Eier von selbst in das Nest hinein oder werden vom Männchen - manchmal mit Unterstützung des Weibchens - ins Maul genommen und hineingespuckt. Bis zum Schlüpfen der Jungen hält das Männchen dann zuverlässig Wache, vertreibt ohne Unterlass sämtliche Feinde und repariert durch neue Bläschen Schäden am Nest. Für die später frei schwimmenden Jungfische sind anfangs frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien bestens geeignet.
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Michaela203
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BeitragVerfasst am: So 31 Jul, 2011 12:55    Titel:

Die Wildform des Kampffischs Betta splendens lebt in Tailand, ist zwar nicht einfarbig, aber trotzdem sehr hübsch gefärbt und hat deutlich kürzere Flossen als die bei uns meist erhältlichen Zuchtprodukte. Bei dieser knapp sieben Zentimeter lang werdenden Art darf man niemals zwei Männchen zusammensetzen, sie würden sich bis zum Tod bekämpfen. So werden in Thailand die Fische nicht auf Schönheit, sondern auf Aggressivität und Stärke gezüchtet, um ähnlich wie bei Hahnenkämpfen dem Publikum einen Kampf auf Leben und Tod und natürlich einen Anreiz zum Wetten zu bieten. Leider sieht man auch bei uns im Handel die Männchen allzu häufig in kleinen, oft nur einen Liter fassenden Behältern in einer Reihe nebeneinander ausgestellt, damit sich die Fische gegenseitig reizen und ihre Flossen entfalten. Selbstverständlich ist das Tierquälerei, denn auch Kampffische benötigen ausreichend Raum. In einem Aquarium von 60 cm Länge kann man aber problemlos ein Männchen mit einem Weibchen unterbringen und es sogar noch mit anderen friedlichen Fischen vergesellschaften, denn außer zu den eigenen Geschlechtsgenossen verhält sich ein Kampffsichmann völlig friedfertig. Das ändert sich jedoch schlagartig, wenn nach erfolgreicher Paarung die Eier im Schaumnest bewacht werden. Dann betrachtet der Vater jeden Fisch, der zu nahe kommt, als Feind, der vertrieben werden muss. Das gilt in diesem Fall auch für das schmucklose Weibchen, das nun unbedingt ein sicheres Versteck im Pflanzendickicht benötigt. Gleiches widerfährt leider auch zuvor jedem Weibchen, das sich auf sein Werben hin nicht laichbereit zeigt.

Der farbigste und damit auch in der Aquaristik beliebteste Vertreter der Gattung Colisa ist zweifelsohne der Zwergfadenfisch aus Pakistan, Indien und Bangladesch. Mit einer Länge von neun Zentimetern wird Colisa lalia zwar größer als der Kampffisch, doch bleibt er kleiner als seine nächste Verwandtschaft, der Gestreifte Fadenfisch Colisa fasciata und der Dicklippige Fadenfisch Colisa labiosa. Daneben gibt es bei ihm verschiedene Zuchtformen, die entweder das Rot oder das Blau besonders betonen. Zwergfadenfische bauen ebenfalls Schaumnester, benötigen keine besonderen Wasserwerte und werden unter ähnlichen Bedingungen gepflegt wie der Kampffisch. Leider traten aber in den letzten Jahren bei den zumeist aus Südostasien kommenden Nachzuchten immer wieder Gesundheitsprobleme auf.

Der Küssende Gurami Helostoma teminckii wird ebenfalls in riesigen Stückzahlen produziert. Ursprünglich kam er nur von Thailand bis Indonesien vor, inzwischen wird er aber auch in vielen anderen Gebieten als wichtiger Speisefisch in Teichen gezüchtet. Mit einer Länge von 30 Zentimetern ist er für kleine Aquarien nicht geeignet und als Nahrungsspezialist - er filtert Plankton, also kleinste tierische und pflanzliche Organismen, aus dem Wasser - zudem auch nur schwer zu pflegen. Daher sollte das Aquarium mindestens 500 Liter fassen können.
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Michaela203
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BeitragVerfasst am: So 31 Jul, 2011 13:07    Titel:

Aus Südchina und Nordvietnam stammt der eher anspruchslose Paradiesfisch oder Makropode Macropodus opercularis, der auch mit Flockenfutter zufrieden sein kann, allerdings untereinader ziemlcih streitsüchtig ist. Er wird etwa neun Zentimeter lang und ist seit wiet über 100 Jahren als wunderbarer Aquarienfisch bekannt. Am besten pflegt man ein Paar in einem 60 Zentimeter langen Aquariom, vielleicht in größeren Behältern zusammen mit einer Gruppe Kardinalfische. Er frisst jedes gängige Fischfutter, die Wasserwerte sind nicht weiter wichtig und er benötigt noch nicht einmal eine Heizung, da er mit Temperaturen zwischen 17 und 30 Grad Celsius problemlos zurechtkommt. Allerdings kann auch er sehr unverträglich gegenüber unwilligen Weibchen und möglichen Feinden seines Nachwuches werden, weshalb das Aquarium zumindest stellenweise dicht bepflanzt sein muss, um so Versteckmöglichkeiten für die Flüchtenden zu bieten.

Der Blaue Fadenfisch Trichogaster trichopterus wird ungefähr 15 Zentimeter lang und gehört damit in größere Aquarien von mindestens einem Meter Länge. Er ist in Südostasien weit verbreitet und lebt hauptsächlich im Einzugsgebiet des Mekong. Auch bei ihm gibt es unterschiedliche Zuchtformen, beispielsweise den Marmorierten Fadenfisch "Cosby". Er frisst bereitwillig jedes Flocken- und Granulatfutter und stellt auch sonst keine großen Ansprüche: Das Wasser sollte eine Temperatur zwischen 22 und 28 Grad Celsius haben, die weiteren Wasserwerte sind bei ihm nicht besonders wichtig.
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